Flamenco

 

Flamencogeschichte - ein kurzer Überblick

Früher war Flamenco ausschließlich die Musik der spanischen Zigeuner (Gitanos). Heute findet man diese Musik selbst in Ländern wie in Taiwan oder Finnland.

Flamenco, ein multikulturelles Phänomen, das historisch gesehen nicht weiter verwunderlich ist. Denn die Wurzeln des Flamencos sind auf die musikalische Vermischung der im 15.Jahrhundert vorherrschenden Kulturen des andalusischen Raumes zurückzuführen.

Mit der Völkerwanderung kamen die Gitanos aus Indien nach Spanien. Viele Jahrhunderte lebten dort unterschiedliche Kulturen unter maurischer Herrschaft friedlich nebeneinander. Infolge der Inquisition mussten die Gitanos in die andalusischen Bergregionen flüchten, wo sich das durch ihre Reisen angereicherte musikalisch Kulturgut mit örtlichen, maurischen sowie jüdischen Elementen vermischte. Flamenco wurde somit ein Ausdruck der Unterdrückten, ähnlich dem Blues oder Jazz in Amerika. Musikalisch gesehen umfasst der Flamenco über 40 verschiedene Rhythmen. So wie es etwa beim Standardtanz einen Foxtrott oder Walzer gibt, gibt es  beim Flamenco eine Bulería, eine Soleá, usw.

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